Der Schriftenfächer – eine Entdeckungsreise

Wir freuen uns über die erhaltene Auszeichnung «Der Schriftenfächer – eine Entdeckungsreise» durch eine internationale Jury mit dem «red dot 2011» und der Nominierung durch den German Design Award für hohe Designqualität.

Der Schriftenfächer der Zürcher Hochschule der Künste entstand in Kooperation mit der Berufsschule für Gestaltung Zürich.

 

Der Schriftenfächer ist von Richard Frick und Samuel Marty speziell für Lernende und Schriftinteressierte konzipiert worden, die mehr über Schriften erfahren möchten. Der Fächer behandelt fast ausschliesslich Schriften im OpenType-Format.

Rund 200 Schriften werden in einer neuen Klassifikation gezeigt, die auf geschichtlichen wie auch formalen Kriterien basieren. Der Fächer bietet die Möglichkeit, Schriften zu vergleichen und sie auch in den geschichtlichen Zusammenhang zu stellen.

Dieser Fächer ist sicherlich ein langersehntes Medium für Lernende, Gestalter und Schriftinteressierte. Der Schrift, als Vermittlerin zur Verständigung unter den Menschen in ihren unzähligen Ausdrucksformen, kommt gerade in diesem Fächer eine zentrale Rolle zu.

 

Was bietet der Fächer?

  • Eine Einleitung zur Terminologie und dem Aufbau der Schrift.
  • Eine neue Schriftklassifikation, die auf das heutige Schriftenrepertoire abgestimmt ist.
  • Die Einordnung in 11 Gruppen und Untergruppen, die sowohl nach geschichtlichen als auch nach formalen Kriterien aufgebaut sind.
  • Die Merkmale und Eigenheiten der Schriften sind gekennzeichnet.
  • Ein Schrift-Typo-Glossar mit rund 420 Fachbegriffen, das anstelle von Schriftmustertexten integriert wurde.
  • Informationen wie Schriftgestalter, Erscheinungsjahr, Schriftvertrieb und allenfalls Herkunft und Entstehung der Schriften.
  • Definition der Schriftgrösse, Mittellängenhöhe und Versalhöhe, die der Schriftmischung dienen.
  • Vorstellung der Schriften und die dazugehörenden Schnitte.
  • Einen mit übersichtlicher Farbnavigation aufgebauten Inhalt.
 

Folgende Erweiterungen sind in der 3. Auflage enthalten:

– 9 neue Schriften (Allegra, Butterfield, Cast, Elder Didot,
   Griffin, Klimax, Theinhardt, Medien, Moscoso)
– 20 neue Fachausdrücke

 
Benutzer-Erklärung zur Vorderseite eines Fächerblatts.
… zum Beispiel die Schrift Lucida. Fahren Sie mit der Maus über das Bild.
Seitenzahl, Lochbohrung/Untergruppe innerhalb der Schriftgruppe, Schriftname.
Gestalter, Erscheinungsjahr, Schriftname, Anzahl Schriftschnitte, neue Schriftgruppe [DIN-Klassifikation], Herkunftsnachweis.
Anhand von ausgewählten Zeichen werden die Merkmale der Schrift erklärt.
Alphabet inklusive Ziffern, wenn vorhanden werden Mediävalziffern gezeigt, ansonsten Versalziffern.
Jede Schrift wird in einer Grösse von 100 Punkt dargestellt und ihre Proportionen sind in Punkt/Prozent vermessen worden.
Die Mittellängenhöhen/x-Höhen sind mit einer Farbfläche gekennzeichnet. Diese Vermassung dient beim Schriftmischen.
Benutzer-Erklärung zur Rückseite eines Fächerblatts.
… zum Beispiel die Schrift Stone. Fahren Sie mit der Maus über das Bild.
Schriftname, Seitenzahl, Farbe kennzeichnet die Schriftgruppe.
Testwort in 24-Punkt-Grösse.
Mustertext 8.5-Punkt-Schriftgrösse, Zeilenabstand 12.5 pt. Diese Mustertexte sind alphabetisch geordnete Fachausdrücke zum Thema «Typografie» und «Schrift».
Pfeile in einem Erklärungstext weisen auf Fachausdrücke hin, die ebenfalls im Fächer erklärt werden.
Anzahl vorkommende Schriftschnitte
(Schriftschnitte nach dem «+»-Zeichen weisen auf vorhandene aber nicht dargestellte Schriftschnitte wie z.B. Outline, Condensed hin).
Weitere nicht dargestellte Schriftschnitte in Textangaben. Aufgelistet werden z.B. Outline-Schriften, Kapitälchen usw.
Ausschnitt aus dem alphabetisch geordneten Schriftenverzeichnis. Weitere Verzeichnisse gibt es für Fachausdrücke, Literatur und Weblinks.
Wie werden die verschiedenen Teile einer Schrift benannt?
Was sind Monospace-Schriften?
Was sind die Merkmale einer Schriftsippe?
Wie werden Schriften für die Lesbarkeit am Bildschirm optimiert?
Warum wurde der Fächer fast ausschliesslich mit OpenType-Schriften realisiert?
Welche Vorteile bietet das Schriftformat gegenüber den herkömmlichen PostScript- oder TrueType-Formaten?
Der Fächer basiert auf einer Aktualisierung der DIN-Klassifikation 16518. In welcher Form wird die DIN-Klassifikation noch berücksichtigt?
Ansicht des Titelblattes mit den 11 Schriftgruppen, die mittels eines Farbkonzeptes gekennzeichnet sind.
Gruppe 1: «Schriften vor Gutenberg» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 2: «Gotisierende Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 3: «Antiqua Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 4: «Serifenbetone Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 5: «Serifenlose Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 6: «Schriftsippen» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 7: «Monospace Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 8: «Handschriftliche Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 9: «Dekorative Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 10: «Bildschirmschriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 11: «Symbole» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Anhand von einzelnen Zeichen werden spezielle Merkmale einer Schrift gekennzeichnet.
Pfeile weisen auf herausragende Zeichenbreiten/Strichstärkenkontraste hin.
Punkte weisen auf hervorragende Gestaltungsmerkmale einer Schrift hin.
Linien weisen auf den Winkel von Zeichenabschlüssen hin oder deren Achsenstellung.