Der Schriftenfächer der Zürcher Hochschule der Künste, entstanden in Kooperation mit der
Berufsschule für Gestaltung Zürich bietet einiges mehr als herkömmliche Schriftenfächer. Er
ist nach didaktischen Kriterien aufgebaut.
Rund 180 Schriften werden in einer
neuen Klassifikation gezeigt, die auf geschichtlichen wie auch formalen Kriterien
basieren. Der Fächer bietet die Möglichkeit, Schriften zu vergleichen und sie auch
in den geschichtlichen Zusammenhang zu stellen.
Er ist von Richard Frick und
Samuel Marty speziell für Lernende und Schriftinteressierte konzipiert worden, die
mehr über Schriften erfahren möchten. Der Fächer behandelt fast ausschliesslich
Schriften im OpenType-Format.
Was bietet der Fächer?
Eine Einleitung zur Terminologie und dem Aufbau der Schrift.
Eine neue Schriftklassifikation, die auf das heutige Schriftenrepertoire
abgestimmt ist.
Die Einordnung in 11 Gruppen und deren Untergruppen, die sowohl nach geschichtlichen als auch
nach formalen Kriterien aufgebaut sind.
Die Merkmale und Eigenheiten der vorgestellten Schriften sind gekennzeichnet.
Ein Schrift-Typo-Glossar mit rund 400 Fachbegriffen, das anstelle von
Schriftmustertexten integriert wurde.
Informationen wie Schriftgestalter, Erscheinungsjahr, Schriftvertrieb und
allenfalls Herkunft und Entstehung der Schriften.
Definition der Schriftgrösse, Mittellängenhöhe und Versalhöhe, die der
Schriftmischung dienen.
Vorstellung der Schriften und die dazugehörenden Schnitte.
Einen mit übersichtlicher Farbnavigation aufgebauten Inhalt.
Dieser Fächer ist sicherlich ein langersehntes Medium für Lernende, Gestalter
und Schriftinteressierte. Der Schrift, als Vermittlerin zur Verständigung unter den
Menschen in ihren unzähligen Ausdrucksformen, kommt gerade in diesem Fächer
eine zentrale Rolle zu.
Benutzer-Erklärung zur Vorderseite eines Fächerblatts.
zum Beispiel die Schrift Lucida. Fahren Sie mit der Maus über das Bild.
Seitenzahl, Lochbohrung/Untergruppe innerhalb der Schriftgruppe, Schriftname.
Gestalter, Erscheinungsjahr, Schriftname, Anzahl Schriftschnitte,
neue Schriftgruppe [DIN-Klassifikation], Herkunftsnachweis.
Anhand von ausgewählten Zeichen werden die Merkmale der
Schrift erklärt.
Alphabet inklusive Ziffern, wenn vorhanden werden Mediävalziffern
gezeigt, ansonsten Versalziffern.
Jede Schrift wird in einer Grösse von 100 Punkt dargestellt und ihre
Proportionen sind in Punkt/Prozent vermessen worden.
Die Mittellängenhöhen/x-Höhen sind mit einer Farbfläche gekennzeichnet. Diese
Vermassung dient beim Schriftmischen.
Benutzer-Erklärung zur Rückseite eines Fächerblatts.
zum Beispiel die Schrift Stone. Fahren Sie mit der Maus über das Bild.
Schriftname, Seitenzahl, Farbe kennzeichnet die Schriftgruppe.
Testwort in 24-Punkt-Grösse.
Mustertext 8.5-Punkt-Schriftgrösse, Zeilenabstand 12.5 pt.
Diese Mustertexte sind alphabetisch geordnete Fachausdrücke zum Thema «Typografie» und «Schrift».
Pfeile in einem Erklärungstext weisen auf Fachausdrücke hin, die ebenfalls im Fächer erklärt werden.
Anzahl vorkommende Schriftschnitte
(Schriftschnitte nach dem «+»-Zeichen weisen auf vorhandene aber nicht dargestellte
Schriftschnitte wie z.B. Outline, Condensed hin).
Weitere nicht dargestellte Schriftschnitte in Textangaben. Aufgelistet werden z.B. Outline-Schriften, Kapitälchen usw.
Ausschnitt aus dem alphabetisch geordneten Schriftenverzeichnis. Weitere Verzeichnisse gibt es für Fachausdrücke, Literatur und Weblinks.
Wie werden die verschiedenen Teile einer Schrift benannt?
Was sind Monospace-Schriften?
Was sind die Merkmale einer Schriftsippe?
Warum wurde der Fächer fast ausschliesslich mit OpenType-Schriften realisiert?
Welche Vorteile bietet das Schriftformat gegenüber den herkömmlichen PostScript- oder TrueType-Formaten?
Der Fächer basiert auf einer Aktualisierung der DIN-Klassifikation 16518. In welcher Form wird die DIN-Klassifikation noch berücksichtigt?
Ansicht des Titelblattes mit den 11 Schriftgruppen, die mittels eines Farbkonzeptes gekennzeichnet sind.
Gruppe 1: «Schriften vor Gutenberg» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 2: «Gotisierende Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 3: «Antiqua Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 4: «Serifenbetone Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 5: «Serifenlose Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 6: «Schriftsippen» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 7: «Monospace Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 8: «Handschriftliche Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 9: «Dekorative Schriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 10: «Bildschirmschriften» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Gruppe 11: «Symbole» (Ausschnitt Kapitelblatt).
Anhand von einzelnen Zeichen werden spezielle Merkmale einer Schrift gekennzeichnet.
Pfeile weisen auf herausragende Zeichenbreiten/Strichstärkenkontraste hin.
Punkte weisen auf hervorragende Gestaltungsmerkmale einer Schrift hin.
Linien weisen auf den Winkel von Zeichenabschlüssen hin oder deren Achsenstellung.